Ein schneller Weg, alte Gebäude zukunftssicher zu machen

Die Modernisierung eines in die Jahre gekommenen Aufzugs war bisher mit wochen- oder monatelangen Beeinträchtigungen des Alltags verbunden. Doch da Gebäude und Menschen weltweit immer älter werden und der Druck zur Nachhaltigkeit wächst, verändert ein innovativer Modernisierungsansatz die Sichtweise von Gebäudeeigentümern auf Modernisierungsmaßnahmen.

Veröffentlicht am 01.10.2026
Professor Pippa Catterall University of Westminster London
In ihrer Forschung untersucht Professorin Pippa Catterall, wie Städte alternde Gebäude erhalten und an zukünftige Bedürfnisse anpassen können.

Aufzüge werden leicht als etwas Selbstverständliches angesehen, das wir täglich nutzen, ohne groß darüber nachzudenken. Doch für viele Menschen ist der Aufzug eine Lebensader. Für einen älteren Menschen in Wien, einen Elternteil mit Kinderwagen in Berlin oder einen Rollstuhlfahrer in Zürich kann der Aufzug die entscheidende Verbindung zum Leben jenseits der eigenen Haustür sein. Aus einer breiteren Perspektive betrachtet ist der Aufzug ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Rhythmus einer Stadt – er hilft den Menschen, sich fortzubewegen, sich zu treffen, zu arbeiten und vernetzt zu bleiben. Wie würde Ihr Leben aussehen, wenn der Aufzug, den Sie täglich nutzen, wegen Reparaturarbeiten für ein paar Wochen außer Betrieb wäre?

Heute stehen Städte auf der ganzen Welt vor dem Dilemma, ihre Gebäude zukunftssicher zu machen. Die Herausforderung zeigt sich besonders deutlich in Europa, wo der Gebäudebestand von historischen Backsteingebäuden über Bauprojekte aus den 1970er Jahren bis hin zu Geschäftstürmen des 21. Jahrhunderts reicht.

„Im Gegensatz zu jahrhundertealten Bauwerken, die auf Langlebigkeit ausgelegt waren, wurden viele Gebäude der Nachkriegszeit und des späten 20. Jahrhunderts ausdrücklich mit einer geplanten Nutzungsdauer von nur 30 bis 40 Jahren entworfen“, erläutert Pippa Catterall, Professorin für Geschichte und Politik an der University of Westminster in London.

 Diese Tatsache führt zu einem wachsenden Bedarf nach Modernisierung von Gebäuden und ihrer kritischen Infrastruktur – einschließlich der Aufzüge.

Warum Gebäudeeigentümer die Modernisierung von Aufzügen aufschieben

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Für viele Familien tragen Aufzüge dazu bei, den Alltag am Laufen zu halten.

Wenn ein in die Jahre gekommener Aufzug modernisiert werden muss, stehen Gebäudeeigentümer oft vor einer schwierigen Entscheidung: die Anlage jetzt modernisieren und längere Ausfallzeiten vermeiden oder die Arbeiten aufschieben. In ganz Europa und darüber hinaus gewinnt diese Entscheidung zunehmend an Bedeutung und Dringlichkeit.

Dennoch schreitet die Modernisierung überraschend langsam voran, sagt Dennis Viehweg, Senior Vice President für Modernisierung bei KONE.

„Beim derzeitigen Tempo würde ein heute installierter Aufzug erst in 125 Jahren modernisiert werden. Weniger als ein Prozent der Aufzüge wird jedes Jahr modernisiert, und ich frage mich oft, woran das liegt.“

Das größte Hindernis, so sagt er, seien die damit verbundenen Beeinträchtigungen. 

„Oft ist dies mit den Unannehmlichkeiten für Vermieter verknüpft, wenn der Aufzug wochenlang außer Betrieb ist. Für die Mieter ist das ein unglaublich lästiger Vorgang, und den Kunden fällt es oft schwer, den Mehrwert zu erkennen. Das führt dazu, dass die Modernisierung so lange hinausgezögert wird, bis sie unvermeidbar ist – oder sogar zu spät kommt.“

Wenn die Modernisierung aufgeschoben wird, kann die Zuverlässigkeit sinken, der Aufwand für die Wartung steigen und Gebäudeeigentümer stehen letztendlich möglicherweise vor umfangreicheren und kostspieligeren Eingriffen.

Dennis Viehweg, Senior Vice President Modernization, talking with peers.
Dennis Viehweg, Senior Vice President für Modernisierung bei KONE, ist der Ansicht, dass eine schnellere Modernisierung den Menschen dabei helfen kann, den Anschluss an ihren Alltag nicht zu verlieren, und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit alternder Aufzüge verlängert.

Verlängerung der Lebensdauer unter Beibehaltung bestehender Materialien

Bei der Modernisierung geht es nicht nur um Komfort und Wirtschaftlichkeit. Es geht auch um Nachhaltigkeit.

Professorin Catterall hat die Unterschiede und Herausforderungen bei der Instandhaltung, Erhaltung und Anpassung verschiedener Gebäudekonstruktionen untersucht. Wie beim Austausch eines veralteten Aufzugs kommt sie zu dem Schluss, dass es aus einer umfassenderen Nachhaltigkeitsperspektive oft vorteilhafter ist, ein Gebäude zu modernisieren und auf den neuesten Stand zu bringen, als es abzureißen und durch ein neues zu ersetzen.

„Der Abriss eines Gebäudes zerstört jahrzehntelang in seinem Fundament aus Beton, Stahl und Ziegeln gebundenen Kohlenstoff. Der Bau eines neuen Gebäudes erfordert die Gewinnung, Herstellung und den Transport brandneuer Roh- und Baustoffe, was massive CO₂-Emissionen verursacht, deren Ausgleich Jahrzehnte dauert“, erklärt sie.

Bei einem Aufzug ermöglicht die Modernisierung, dass wichtige bestehende Teile weiter genutzt werden, während die leistungsbestimmende Technologie auf den neuesten Stand gebracht wird. Dies verringert den Bedarf an neuen Materialien und trägt dazu bei, einen vollständigen Austausch des Aufzugs zu vermeiden.

Dennoch bleibt ein Dilemma bestehen: Eine Modernisierung dauert traditionell Wochen. Aber muss das wirklich so lange dauern?

Modernisierung mit kürzeren Ausfallzeiten und intelligenterer Vernetzung

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Ein KONE-Techniker, der einen Aufzug modernisiert.

Bei dem neuen Modernisierungskonzept von KONE geht es darum, die Modernisierung für den Kunden schneller, einfacher und wertvoller zu gestalten. „Es geht nicht einfach nur um Reparatur oder Instandsetzung; der Aufzug wird dadurch wirklich besser – mit höherer Leistung und besserer Vernetzung“, erklärt Viehweg.

Vor allem lassen sich die Arbeiten bereits in einer Woche oder sogar noch schneller durchführen, sodass die Beeinträchtigungen für die Bewohner oder Besucher des Gebäudes auf ein Minimum beschränkt bleiben.

„Wenn wir die Montagearbeit für die Erneuerung der zentralen Komponenten auf nur eine Woche oder weniger reduzieren können, verändern wir das Erlebnis für den Kunden und den Endnutzer grundlegend“, sagt Viehweg.

Im Rahmen der Modernisierung rüstet KONE das Steuerungssystem – dem „Gehirn“ des Aufzugs, das Bewegung, Türen und Fahrgastanrufe koordiniert – und die Anzeige- und Bedienelemente auf.

Für Mieter und Gebäudeverwalter verbessert die Aufzugsmodernisierung die Zuverlässigkeit, die Sicherheit, die Betriebszeit und die Leistung der Anlage und verlängert gleichzeitig die Lebensdauer des Aufzugs. Darüber hinaus kann die digitale Vernetzung dazu beitragen, Probleme früher zu erkennen, was eine proaktivere Wartung ermöglicht und unerwartete Ausfälle reduziert.

Dank der Digitalisierung können die Vorteile auch über die Anlage selbst hinausreichen, wenn die Daten eines vernetzten Aufzugs zur Optimierung des Gebäudemanagementsystems genutzt werden.

„Wenn ein Gebäudemanager ein klareres Verständnis davon hat, wann und wie Bereiche des Gebäudes genutzt werden, können diese Informationen intelligentere Entscheidungen hinsichtlich des Gebäudebetriebs unterstützen. Beispielsweise bieten Bereiche mit geringer Auslastung zu bestimmten Zeiten Möglichkeiten zur Optimierung von Heizung, Kühlung oder Beleuchtung. Letztendlich kann eine bessere Verfügbarkeit von Informationen den Kunden helfen, ihre Gebäude effizienter zu betreiben und potenziell sowohl den Energieverbrauch als auch die Betriebskosten zu senken“, betont Viehweg.

Dies kann dazu beitragen, die Umweltbelastung des Gebäudes zu verringern und die monatlichen Rechnungen der Mieter zu senken.

Gebäude und Städte am Laufen halten

Letztlich besteht die Herausforderung für Städte nicht nur darin, neue Gebäude zu errichten, sondern auch darin, dafür zu sorgen, dass bestehende Gebäude länger und besser funktionieren. In diesem Zusammenhang gewinnt die Modernisierung ebenso an Bedeutung wie der Neubau selbst. So wie die Gebäude in Wien, Berlin, Zürich und Städten auf der ganzen Welt älter werden, werden auch die Menschen älter, die auf ihre Aufzüge angewiesen sind, um mit dem täglichen Leben vernetzt zu bleiben.

Gebäudeeigentümer stehen unter zunehmendem Druck, die Zuverlässigkeit, Leistung und Nachhaltigkeit der Infrastruktur und der Anlagen zu verbessern – und das mit nur geringen oder gar keinen Beeinträchtigungen für die Menschen, die dort leben. Eine schnelle Modernisierung bedeutet nicht nur eine Verbesserung des Aufzugs selbst, sondern auch eine Aufwertung des Lebens für diejenigen, die darauf angewiesen sind.

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Zuverlässige Aufzüge helfen Menschen jeden Alters dabei, am Alltag teilzunehmen.

Ein schneller Weg, um alte Gebäude zukunftssicher zu machen

Ein neues Lebensgefühl, in nur einer Woche.

Was wäre, wenn Sie Ihren Aufzug in einer Woche besser denn je machen könnten? Nicht nur repariert, sondern wirklich besser. KONE setzt neue Maßstäbe bei der schnellen Modernisierung, die Ihrem Aufzug bereits in nur einer Woche eine spürbare Aufwertung verleiht. Ihr Aufzug wird länger halten, eine bessere Leistung erbringen und über seine gesamte Lebensdauer hinweg kostengünstiger sein. Schnell, digital und nachhaltig. ​

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